Bushido und sein Manager Arafat Abou-Chaker waren mal ein Herz und eine Seele. Inzwischen streiten sich Rapper und Clanboss vor Gericht. Wie konnte es dazu kommen? Darum geht es in der ersten Episode des Podcasts "Im Verhör".
Der Rammo-Clan steht immer wieder im Zentrum von polizeilichen Ermittlungen. Warum Teile der Familie hochkriminell sind und was das mit gescheiterter Integration zu tun hat, erklärt die zweite Episode des Podcasts "Im Verhör".
Am 6. März 2010 stürmen vier Männer ein Pokerturnier am Potsdamer Platz in Berlin und erbeuten knapp 250.000 Euro. Wegen der amateurhaften Ausführung werden die Täter später nur als "Die trotteligen Vier" bezeichnet.
Beim Einbruch ins Berliner Bode-Museum erbeuteten Angehörige des Rammo-Clans eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze. SPIEGEL TV hat die Tat rekonstruiert. Hier berichten die Autoren, was sie dabei erlebt haben.
Fünf Vermummte stürmten 2014 das Kaufhaus des Westens und stahlen Schmuck und Uhren im Wert von rund 800.000 Euro. Doch sie machten einen entscheidenden Fehler. Alles über die Hintergründe der Raubtat in dieser Episode.
Es geht um Nötigung, zerstörte Türspione und Eier, die auf Balkonen landen: Die Bewohner eines Hauses in Berlin-Spandau fühlen sich durch ein Clanmitglied terrorisiert. Wie können sie sich dagegen wehren?
Ein Mitglied der Großfamilie S. stürzt aus dem siebten Stock des Hamelner Amtsgerichts – und stirbt. Danach eskaliert die Gewalt. Was war zuvor geschehen?
Zwei Jahre nach dem Lockdown und zur Beendigung der Coronamaßnahmen widmen wir uns in der Reihe "Im Verhör" der Welt der "Querdenker". Wer lief da eigentlich mit auf den großen Demos? Was waren die Ziele der Protestler?
Sie halten Wladimir Putin und Donald Trump für ihre Erlöser. Die Verschwörer von QAnon glauben auch, dass Angela Merkel die Tochter von Adolf Hitler ist. Woher stammen diese wirren Fantasien?
Coronaleugner, Esoteriker, Alternative: Sie verbindet in der Pandemie die Ablehnung staatlicher Coronamaßnahmen. Sie wittern Verschwörungen der Pharmaindustrie und schwören selbst auf alternative naturverbundene Ansätze. In dieser Folge von "Im Verhör" geht es um die gefährliche Vermischung von esoterischen und rassistischen Konzepten. Woher kommen die anthroposophischen Strömungen und was hat Adolf Hitler damit zu tun?
Sind Promis anfälliger für Verschwörungsmythen? In dieser Episode schauen sich die SPIEGEL-TV-Journalisten Adrian Altmayer und Hendrik Vöhringer gemeinsam mit dem Rechtsextremismus-Experten Andreas Speit den Werdegang der drei Promis ganz genau an. Wo sind Attila Hildmann, Michael Wendler und Xavier Naidoo in der Pandemiezeit falsch abgebogen? Warum wurden sie zu Posterboys der Aluhütte?
Für Verschwörungsfanatiker in der Coronapandemie ist alles, was zum "System" gehört, ein Feindbild: Ärzte, Polizisten, Journalisten. Gegen sie wird sich mit allen Mitteln widersetzt, teilweise sogar mit körperlicher Gewalt. Das musste auch unser Reporter Hendrik Neumann erfahren, als er bei einer Demo von einem Wutbürger angegriffen wird. In der letzten Querdenker-Folge von "Im Verhör" geht es um den Hass der Verschwörungsfanatiker und seine Ursachen.
Kassra Zargaran war Mitglied bei den Hells Angels. Doch dann packte er aus: über einen spektakulären Mord, die Geschäfte innerhalb des Charters und die Strukturen der Rockergang. Mit seinen Aussagen als Kronzeuge brachte er mehrere Mitglieder lebenslang ins Gefängnis. Alle Verhör-Folgen sowie eine zweiteilige Doku kannst Du bereits jetzt im Mitgliederbereich sehen.
Der Mord an Tahir Özbek gilt als spektakulärster Kriminalfall im Rocker-Milieu und wird das Leben von Kassra Zargaran für immer verändern. In der zweiten Episode berichtet der Kronzeuge, welche Vorgeschichten zu der Bluttat geführt haben. Exklusive Geständnisse eines Hells Angels Aussteigers, der vor Gericht gegen seine sogenannten "Brüder" auspackte und einige von ihnen mit seinen Aussagen lebenslang hinter Gitter brachte.
Der ehemalige Hells Angel Kassra Zargaran ist mit dabei, als Tahir Özbek in einem Wettbüro erschossen wird. Doch wie lief die Tat genau ab? Was wusste Kassra im Vorfeld davon? Und: Gab es einen Mordauftrag von Rocker-Boss Kadir Padir?
Der entscheidende Moment ist gekommen: das Hells-Angels-Mitglied Kassra Zargaran wird zum Kronzeugen und sagt vor Gericht gegen seine ehemaligen »Brüder« aus. Warum musste er dafür zunächst seine alten Anwälte loswerden? Wie reagierte seine Rockergang darauf?
Kronzeuge Kassra Zargaran sagt auch im sogenannten "Soda-Mord-Prozess" aus. Die "Hells Angels" werden verdächtigt, den Türsteher eines Berliner Clubs umgebracht zu haben. Doch vor Gericht wird Zargaran als nicht glaubwürdig eingeschätzt. Die mutmaßlichen Täter werden freigesprochen.
»Der Lange«, »der Steintor-König«, der »Präsident«: Frank Hanebuth hat viele Spitznamen. Zweifellos gehört er zu den mächtigsten Hells Angels Deutschlands. Bald muss der Ex-Boss in Spanien vor Gericht verantworten – unter anderem wegen Entführung, Erpressung und Menschenhandel. Ihm drohen 13 Jahre Haft.
"Wir werden euch töten, wenn ihr uns in die Quere kommt." Das Bandido-Charter von Heino B. wird von Hells Angels brutal überfallen. Sie hatten fremdes Territorium betreten. Diese nehmen Blutrache und erschießen kaltblütig einen unbeteiligten Hells Angel in seiner Motorradwerkstatt.
Totschlag im Rocker-Milieu: ein Hells Angel erschießt einen Bandido in Duisburg. Der Täter: Timur Akbulut, das Opfer: Eschli Elton. Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, schmieden die Rocker-Gangs einen zweifelhaften Frieden. Der dann auch nicht lange hält.
Holger Bossen, genannt "Hocko", war mal eine große Nummer in der Berliner Hells Angels-Szene. Doch plötzlich wird er als Präsident abgewählt, angeblich, weil er in die Vereinskasse gegriffen und seine Untergebenen schikaniert haben soll. Dann eskaliert die Lage in Berlin.
Er wollte unbedingt an die Macht bei den Hells Angels und bezahlte es mit seinem Leben: der Gießener Hells Angel Aygün Mucuk gehörte zu den jungen, wilden Migranten innerhalb des Rockerclubs. Als er mit SPIEGEL TV über den Tod spricht, hat er nur noch 28 Tage zu leben. Offenbar hat er mit seinem Auftreten provoziert. Er wird erschossen. Der Mord bleibt bis heute ungeklärt.
Im Hamburger Rotlichtmilieu tobt 2015 ein Rockerkrieg - zwischen den alteingesessenen "Hells Angels" und den sogenannten "Mongols", einer wilden Truppe ohne Motorräder, aber mit scharfen Waffen. Es kommt schließlich zu wilden Schießereien auf dem Kiez.
Janez Ekart war mal Bandidos-Chef in einem berüchtigten Chapter. Wegen Körperverletzung und Hehlerei musste er mehrere Jahre ins Gefängnis. Seine kriminelle Karriere hatte er schon in früher Jugend gestartet, später boxte er sich als Türsteher durch. Auch mit SPIEGEL TV lag er jahrelang im Clinch. Jetzt spricht er mit Claas Meyer-Heuer über sein Leben.
Die Ermittler nennen es ihre »Festspiele«. Endlich können sie mitlesen, wie Kriminelle sich verständigen, völlig ungefiltert. Über den verschlüsselten Messenger-Dienst EncroChat verfolgen die Beamten die Geschäfte der Drogenkartelle mit: Wie sie Tonnen von Kokain verschieben, mit Waffen dealen oder einen Foltercontainer mit Zangen, Astscheren und Lötlampen einrichten.
Ein kolumbianisches Drogenkartell kämpft gegen eine Hamburger Hafenbande. Der Krieg ist bei EncroChat dokumentiert. Wie zentnerweise Koks verschwindet, ein Kurier als Geisel genommen wird und es zu einer wilden Schießerei in einer Waldschlucht kommt, rekonstruieren wir mit Hilfe der Chats.
Die amerikanische Bundespolizei FBI stellte eine digitale Falle und hunderte Kriminelle fielen darauf herein. Mit den angeblich abhörsicheren Kryptohandys von »Anom« kommunizierten Kartelle fröhlich über Drogenlieferungen, Waffendeals und Gewinnmargen vor sich hin. Und das FBI las fleißig mit. Schließlich hatten die Ermittler den Messengerdienst selbst betrieben. Doch dürfen die abgefischten Daten auch juristisch genutzt werden?
»Im Verhör« geht ins Gefängnis. In der JVA Willich treffen wir Asier Rodriguez Santos. Mit ihm sprechen wir über seine Millionen-Coups und das fast perfekte Verbrechen. Rodriguez Santos war der Kopf einer der meistgesuchten Verbrecherbanden. Ihre Spezialität: das Ausrauben von Geldautomaten und Geldtransportern. Irgendwann wurde ihnen die Gier zum Verhängnis. Das Urteil: 12 Jahre Haft.
Sie kauften einen ausrangierten Geldtransporter, verkleideten sich als Geldboten und erbeuteten so eine Millionensumme. Jahrelang hatten Asier Rodriguez Santos und seine Komplizen ein Lebensmittelunternehmen in Gronau ausgekundschaftet, um im richtigen Moment zuschlagen zu können.
Asier Rodriguez Santos steigt irgendwann sein krimineller Erfolg zu Kopfe. Millionen hat er schon erbeutet, da gibt er an seine Bande ein neues Ziel aus: »Ich will Milliardär werden!«. Dieses Motto hören Ermittler bei der Überwachung seines Autos mit.
Die Fantasie der AMG-Bande kennt irgendwann keine Grenzen mehr. Mit »Thermolanzen« wollen sie Automaten knacken, alles wird immer wilder und gefährlicher. Aber die Polizei ist längst hinter Asier Rodriguez Santos her. Nach einer Festnahme kann er fliehen.
Häufig fängt es als harmloser Online-Flirt an, aber endet es damit, dass hohe Geldsummen an Betrüger überwiesen werden. »Love-Scamming« nennt sich die Abzockmasche auf den Dating-Apps bei der die Liebesbetrüger nicht auf das Herz einer Frau abgesehen haben, sondern auf deren Bankkonto.
Anja aus Hannover ist auf einen Love-Scammer reingefallen. Doch weil sie selbst nicht viel Geld besitzt, benutzte er sie als Geldwäscherin für andere Opfer. In der zweiten Episode »Im Verhör: Die Tinder-Schwindler« spricht sie über ihre Erfahrungen und ein drohendes Verfahren.
Carsten Schott hat lange die Dienststelle für phänomenbezogene Vermögensdelikte beim Landeskriminalamt Hamburg in Hamburg geleitet. In der dritten Episode »Im Verhör: Die Tinder-Schwindler« spricht er über explodierende Zahlen beim Love-Scamming-Betrug und die Schwierigkeiten bei der Verfolgung der Straftäter.
Kurz nach der Tat verdächtigen kundige Ermittler die arabische Großfamilie Remmo, das Grüne Gewölbe »gemacht« zu haben. Doch die Soko »Epaulette« braucht Beweise. Es ist wie ein mehrtausendteiliges Puzzle zusammenzusetzen - das dauert.
Die SoKo Epaulette ermittelt auf Hochtouren nach den Tätern. Ein zufälliger Hinweis aus Berlin bringt den Durchbruch. Von nun an sind Mitglieder der Großfamilie Remmo die Hauptverdächtigen für den Einbruch ins Grüne Gewölbe. Sie werden von nun an überwacht, eine Razzia steht kurz bevor.
Die Staatsanwaltschaft macht ein Geschäft mit der arabischen Großfamilie Remmo. Der Schatz aus dem Grünen Gewölbe soll unbedingt zurückgegeben werden. Die Folge: Drei der Täter kommen direkt nach der Urteilsverkündung frei. Ist das ein guter Deal? Diese Frage wird in der letzten Folge dieser Verhör-Reihe diskutiert.
Andreas Darsow sitzt seit mehr als zwölf Jahren im Gefängnis, verurteilt wegen eines Doppelmordes und eines versuchten Mordes mit besonderer Schwere der Schuld. Beweise gibt es nicht in diesem Fall nicht, nur Indizien.
Der verurteile Mörder Andreas Darsow hat kein Alibi für die Tatnacht. Doch die Tatwaffe wurde nie gefunden. Selbst die Gerichtsgutachten sind zweifelhaft. Was wurde aus dem Grundsatz 'Im Zweifel für den Angeklagten'?
Andreas Darsow ist ein verurteilter Mörder und kämpft um Wiederaufnahme seines Verfahrens. Sein Verteidiger glaubt fest an dessen Unschuld - und ist einer wichtigen Zeugin auf der Spur.
Die Nazigruppierung 'Atomwaffen Division' hat in den USA bereits Morde und Anschläge verübt. Auch in Deutschland ist sie angekommen. Wer sind die Mitglieder? Und was wollen sie?
Ein Bundeswehrsoldat mit Zugang zu Waffen und auch ein Elektriker, der sich »Heydrich« nennt, gehören mit zur radikalen Nazigruppierung 'Atomwaffen Division'. Trotz Tarnnamen kommen ihnen unsere Reporter auf die Spur.
Ihre Opfer sind ältere Menschen, der Trick: Sie am Telefon überrumpeln, um möglichst viel Bargeld und Schmuck abzuzocken. Wer sind die Bosse der Clans, die mit dieser neuen Masche international agieren?
Der bekannte Kriminologe Christian Pfeiffer war einst Justizminister von Niedersachsen. Doch all sein Wissen über die organisierte Kriminalität schützte ihn nicht davor, selbst zum Opfer zu werden.
Bei Anruf Betrug: Kriminelle Großfamilien haben das schmutzige Geschäft mit Fake-Telefonaten perfektioniert. Der LKA-Beamte Sebastian Höhlich erklärt, wie man sich gegen Schockanrufe wappnen kann.
Eigentlich sitzt Harry Machura derzeit im Gefängnis – wegen Beihilfe zum Drogenhandel. Mit SPIEGEL TV spricht er exklusiv, wie er zum radikalen Islamisten wurde und später zum Mitglied einer Kokainbande.
Als Harry Machura zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, war sein erster Gedanke: »Ich mache einfach weiter.«. Wie tickt ein Mann, der radikaler Islamist war und tonnenweise Kokain zu schmuggeln half?
Wie ist das Leben in einer kriminellen Drogengang? Harry Machura spricht in der dritten Episode von »Im Verhör« exklusiv über Bestrafungsrituale, den Umgang mit Waffen und sein selbst gebautes Kryptohandy.
In der ersten Folge der neuen Staffel von »Im Verhör« nimmt Host Christina Pohl gemeinsam mit SPIEGEL-TV-Redakteur Henrik Neumann das schillernde Leben von Peter Fitzek unter die Lupe. Wer ist der Mann, der sich selbst zum »König von Deutschland« ernannte? Im Mittelpunkt stehen Fitzeks persönliche Anfänge, die Gründung des sogenannten »Königreich Deutschland« und die jüngsten Entwicklungen: eine groß angelegte Razzia und das Verbot seines Vereins. Wie konnte Fitzek mit seinen Ideen so viele Anhänger gewinnen? Und warum hatte er einen prall gefüllten Tresor in seinem Büro? Ein exklusiver Einblick in die Welt eines selbst ernannten Monarchen, seine Motive und die Folgen seines Handelns.
Im zweiten Teil der neuen »Im Verhör«-Reihe mit Host Christina Pohl und SPIEGEL-TV-Redakteur Henrik Neumann geht es um den Fall des »Königreich Deutschland«. Die Episode beleuchtet die undurchsichtigen Finanzgeschäfte von Peter Fitzek, den Erwerb prunkvoller Anwesen mit Millionenbeträgen und die Rolle zahlreicher Unterstützer, die ihm ohne Sicherheit ihr Geld anvertrauten. Im Gespräch wird deutlich, wie Behörden jahrelang gegen Fitzeks Geschäftsgebaren vorgingen und welche Maßnahmen schließlich zum Zerfall seines selbst ernannten Reichs führten. Ein Blick hinter die Kulissen eines gescheiterten Parallelstaats und die Folgen für seine Anhänger.
Berlin, Anfang der Neunzigerjahre: Ingo Hasselbach hat sich Hakenkreuze und SS-Runen auf die Haut tätowiert. Medien nennen ihn damals den »Führer von Berlin«, weil er eine wichtige Figur in der rechtsextremen Szene im Osten ist. Hasselbach hetzte damals gegen Migranten, Juden, Linke, Andersdenkende. Und ist zu allem entschlossen: »Der Gedanke war, mit Gewalt, auch tötend, das System zu verändern.« 1993 steigt er aus der rechten Szene aus. Die Zeit kurz nach der Wende wird später als die sogenannten »Baseballschlägerjahre« bezeichnet. Das Sportgerät wurde zum Symbol für rechtsextreme Gewalt. In dieser Episode spricht Host Christina Pohl mit Ingo Hasselbach über ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.
Sie sind wieder da, die »Baseballschlägerjahre«. Gewaltbereite Neonazis marschieren im Stadtbild auf, wie in den Neunzigerjahren. Und die Täter werden immer jünger. SPIEGEL-TV-Reporter Thomas Heise durfte eine Razzia gegen die »Deutsche Jugend voran« in Berlin exklusiv begleiten. Bei den jungen Männern, die teilweise noch bei ihren Eltern wohnen, fand man illegale Waffen, Brecheisen und Sturmhauben in den Kinderzimmern. Unser Reporter Henrik Neumann berichtet über die sogenannte »Elblandrevolte«, die vom Staatsschutz überwacht wird. Mitglieder der rechtsradikalen Zelle hatten 2024 den SPD-Politiker Matthias Ecke krankenhausreif geschlagen. In dieser Episode spricht Host Christina Pohl mit beiden Reportern über die Rückkehr der »Baseballschlägerjahre« und die Unterschiede zu den Neunzigerjahren.
Wenn der Boss jemanden »schlafen« lassen will, wissen alle, was gemeint ist. Die Todesliste des Ridouan Taghi ist lang: Darauf finden sich Staatsanwälte, Journalisten und andere Leute, die seinen Drogengeschäften in den Niederlanden im Weg sind. Dabei war Ridouan Taghi lange unter dem Radar der niederländischen Behörden geblieben. Bis der Blogger Martin Kok auf ihn aufmerksam wurde, als bei einem Auftragsmord etwas schieflief. Kok nannte in seinem Crime-Blog den vollen Namen des Auftraggebers: Ridouan Taghi. Damit landete auch er auf Taghis Todesliste und musste »schlafen«. Für immer. In der ersten Folge der dreiteiligen Serie gibt SPIEGEL-TV-Reporter Claas Meyer-Heuer zusammen mit Host Christina Pohl tiefe Einblicke in die Organisation und schildert, wie der Terror der »Mocro-Mafia« nach Deutschland schwappt.
Die Namen der Ermittler bleiben geheim, Journalisten stehen 24/7 unter Polizeischutz, und im Umfeld eines Kronzeugen sterben drei Menschen. Beim Prozess gegen den Boss der Drogenbande Ridouan Taghi bleiben die Richter vorsichtshalber anonym. Denn Taghi zum Feind zu haben, ist lebensgefährlich. Er wird in den Niederlanden zum Staatsfeind Nummer eins. Und doch scheint er aus dem Gefängnis heraus weiterzumachen. Zwei seiner Anwälte werden verhaftet, weil sie Informationen für ihn geschmuggelt haben sollen. In der zweiten Episode zur sogenannten »Mocro-Mafia« schildert SPIEGEL-TV-Reporter Claas Meyer-Heuer wie die Niederlande Ridouan Taghi gefasst haben und verrät das Geheimnis, warum Dubai für Kriminelle ein Paradies ist.
Wenn einem Gangsterboss 84 Millionen Dollar Drogengelder gestohlen werden, muss er in die Wiederbeschaffung investieren. Wie? Ein Folter-Container-Dorf bauen, Interpol bestechen und Frauen und Kinder zwecks Erpressung entführen – kein Problem! Das waren die Pläne von Roger Pieterson alias »Piet Costa«. Doch bei den EncroChat-Ermittlungen fliegt der niederländische Drogenboss auf. Auf dem »WhatsApp« für Gangster hatte die Bande offen über Foltermethoden kommuniziert, Zitat: »Wir brauchen Zangen für Finger und Zehen«. In der dritten Episode zur sogenannten »Mocro-Mafia« rekonstruieren Host Christina Pohl und SPIEGEL-TV-Reporter Claas Meyer-Heuer die Verbrechen anhand der Chats aus der Unterwelt.
Sein Spitzname war Programm auf dem Hamburger Kiez: Klaus Barkowsky hat als "Oberpoussierer" für die Nutella-Bande neue Prostituierte angeworben. "Schau ihm nie in die Augen!", so lautete die Warnung, denn dann sei jede Frau schockverliebt. Klaus Barkowsky sah nicht nur aus wie eine Mischung aus Don Johnson und Jon Bon Jovi, er war der ultimative Herzensbrecher. 15 Frauen nannte er sein Eigen, die alles für ihn taten. In Spitzenzeiten verdiente er bis zu 10.000 Deutsche Mark – pro Tag! Der Rausch findet für ihn ein jähes Ende: Ein österreichischer Zuhälter schießt ihn in einer Kneipe an. Doch sterben sollte der "Schöne Klaus" erst viel später, nachdem er ausgestiegen war, eine Millionärin heiratete und Künstler wurde. Klaus Barkowsky stürzte sich von einem Hochhaus. Warum? Das erfahrt Ihr in der ersten Episode "Die bösen Jungs vom Kiez".
Er hatte einen Ruf wie Donnerhall auf dem Hamburger Kiez. Allein durch seinen Blick soll Thomas Born gestandene Männer zum Heulen gebracht haben. Eigentlich wollte der Karate-Kämpfer zu Olympia, doch ein Sportunfall verhinderte das. Stattdessen wurde er vom "Schönen Klaus" für die Nutella-Bande angeworben. Seine Zuständigkeit: die Abteilung "Stress". Doch bei einem Streit mit anderen Zuhältern kommt es zu einem Showdown mit Waffen. Nur wegen seiner Fitness entgeht Tommy knapp dem Anschlag. Seine Kombattanten Jürgen "Angie" Becker und "SS-Klaus" überleben nicht. Der Schusswechsel geht ein in die Kiezgeschichte. "Karate-Tommy" landet im Knast, nicht deswegen, sondern weil eine seiner Frauen ihn bei der Polizei anzeigt. Nach der Haftstrafe versucht er sich im Filmgeschäft, doch es will ihm nichts mehr so recht gelingen. Fast pleite, wachsen seine Depressionen und man sieht ihn regelmäßig in den Kiez-Spelunken trinken. Mit 63 Jahren stirbt er an den Folgen eines Herzinfarkts.
Er war eigentlich immer im Boxkeller der Kiezkneipe "Zur Ritze" anzutreffen. Doch wo Stefan Hentschel jahrzehntelang trainierte, da starb er auch. Er erhängte sich am Haken seines Boxsacks am Ende eines bewegten Luden-Lebens. Schon in den 1970er-Jahren nahm der Kiez-Pate Wilfrid Schulz den Boxer unter seiner Fittiche. Doch Hentschel verliert seinen ersten Profi-Kampf, dann dazu noch bei einem Streit in einer Kneipe sein rechtes Auge, so kann er nicht mehr in den Sparring. Sein Ausweg: Zuhälter. Er kauft sich im Eros-Center ein. 27 Frauen arbeiten in seinem "Salon Mademoiselle". Diese rasende Expansion gefällt der Chicago-Bande von der anderen Seite der Reeperbahn nicht. Ein Auftragskiller wird auf ihn angesetzt: Werner "Mucki" Pinzner. Wie durch ein Wunder entgeht Hentschel ihm, doch das Leben holt ihn immer wieder ein. Zum Schluss ist er pleite, obdachlos und nimmt da vom Leben Abschied, wo er die meisten Stunden verbracht hat: in der legendären Kiezkneipe "Zur Ritze".